Mitten im Herbst

Liebe Blogleser*innen

 

Was für ein Herbst. Schöner könnte er wohl nicht mehr sein. Eine Farbenpracht und eine Fernsicht, mit unglaublichen Sonnenuntergängen und Stimmungen, wo man vor Ehrfurcht auf die Knie gehen könnte. 

Verschiedene schöne, lustige und tragische Schlagzeilen begleiten uns dieser Tage: Meghan ist schwanger. Was für ein Glück. Besonders, weil sie die einzige Frau ist, der das widerfährt. Die CSU und die SPD haben in Bayern eine historische Niederlage eingefahren, unser BK Kurz hat sich mit seiner Aussage über die NGO`s zünftig in die Nesseln gesetzt. In Istanbul verschwindet ein Journalist spurlos, der Mr Trump wird zuhause von einem Pastor fast heiliggesprochen und der Vatikan macht es auch, indem viele Menschen nun Heilige sind. In Amerika, im fernen Osten, in Portugal und in Südfrankreich toben furchtbare Stürme. Die Kriege und der Hunger sind weiter auf der Welt allgegenwärtig, Der tägliche Wahnsinn also und wir dürfen hier einen solchen wunderschönen Herbst geniessen, in Frieden und Dankbarkeit. 

Natürlich, jeder - auch hier auf diesem friedlichen wunderschönen Fleckchen Erde - hat sein Kreuz zu tragen. Jeder hat seine Sorgen und Nöte. Trotzdem: vergessen wir nicht, dass es uns immer noch gut geht. Was wir alles können und dürfen. Diese "Schönheit" und "Freiheit" gilt es zu erhalten. Wir müssen uns das vor Augen führen. In unserem Denken, Handeln und Fühlen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass unsere Welt immer mehr dem Mammon geopfert wird. Wir müssen mit unseren Ressourcen unbedingt sorgfältiger umgehen. Manchmal habe ich Angst, dass es schon 5 nach Zwölf ist, oder doch erst 5 vor Zwölf? Hoffentlich vor..... Es gibt dann noch eine Chance für uns. 

Wir machen - bei diesem einmaligen Wetter - einige Wanderungen in der Umgebung. Da rege ich mich wirklich sehr auf, wenn ich sehe, was oft an den Wegesrändern liegt. Plasikbecher, Papier, Zigarettenstummel. Einfach widerlich. Warum kann man dieses Gerümpel nicht einfach mit nach Hause nehmen und entsorgen, wie es sich gehört? Man hat es doch auch mitgenommen, so kann man es auch wieder zurücknehmen. Hier in der Stadt ist es oft noch viel schlimmer. Da werden irgendwo Getränke, Essen gekauft und dann die Verpackungen einfach irgendwo hingestellt oder weggeschmissen. Also Denken ist wirklich eine Glücksache geworden. Einfach nur Tragisch und für mich oft unerträglich. Interessant ist ja, dass ich nie jemand sehe, der das offensichtlich macht. Also muss ich annehmen, dass dies bewusst geschieht. Das ist ja noch schlimmer....

 

So, genug gelästert. Ich versuche positiv zu Denken und sehe auch, dass es viele Menschen - GsD die Mehrheit - gibt, die ihren Müll entsorgen und nicht einfach wegschmeissen. Also denkt die Mehrheit doch .... und es ist keine Glücksache!!!!!! Das zeigen ja schliesslich auch die Wahlergebnisse in Bayern :-)

 

Liebe Grüsse Felix

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    langeckerheidi@aon.at (Donnerstag, 18 Oktober 2018 08:08)

    Lieber Felix!
    Vieles hast du wieder auf den Punkt gebracht und mit berechtigten Sarkasmus niedergeschrieben. Alles was du wahrnimmst entspricht auch meinen Beobachtungen. Hier in Wiennähe sehe ich auch noch das Zubetonieren vieler schöner Plätze mit Besorgnis.
    Habe das gestern mit einer Dame aus Wien die ihre Sommer in Bad Mitterndorf verbringt beredet. Ihr wird die Stadt in der sie ihr Leben lang wohnt immer fremder. Die Nachbarn, die Sprache, die fehlende Sauberkeit und noch viel mehr. Sie flüchtet sich mit ihrem Hund in den nahen Wienerwald wo wir regelmäßig und unverabredet aufeinander treffen. Diesmal war sie bestürzt weil wieder so viel Wald abgeholzt wurde. Naja- das Stift Heiligenkreuz macht alles zu Geld. Der Wald ist ein Opfer das sich nicht wehren kann.
    Und ich überlege wieder einmal, mich aus den täglichen Beobachtungen auszuklinken und nur noch mich, meine Tiere und sonst nichts wahr zu nehmen. Entgegen meiner solidarischen Grundeinstellung den Menschen und der Welt gegenüber.
    Hoffentlich begleitet mich Zufriedenheit, Humor und Gesundheit bis an mein Ende.