Hitzewelle

Liebe Blogleser*innen

 

Hauptgespräch ist jeden Tag die Hitzewelle. Auf allen Kanälen in TV und Radio wird über die Rekordwerte berichtet. Ich finde dieses Thema langsam ermüdend. Das selbe passiert, wenn es eine Woche regnet, oder Nebel hat oder sogar schneit. Dieses Theater über das Wetter ist kaum zu überbieten. In der ganzen Diskussion über die Hitze vermisse ich eine Debatte; Es wird soviel verbaut. Wenn ich nur jeden Diskonter sehe, die riesige Parkplätze bereitstellen, ohne einen richtigen Baum, alles ist zu. Da brennt es runter wie nur etwas. Das heizt die Luft doch auch auf, oder sehe ich das falsch? Bei uns vor dem Haus ist alles zubetoniert. Da wären doch einige grüne Beete oder Bäume von Vorteil. Allerdings gibt es tatsächlich Städteplaner, die darüber reden, mehr Grün in die Steinwüsten zu bringen. Klimawandel sei dank. Alles hat ja seine Vorteile, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht zu sehen sind.

 

Hier nochmal ein letztes Bild von unserer treuen Französin. Sie hat uns genau 10 Jahre begleitet. Manchmal auch ein wenig Zickig, aber meistens sehr zuverlässig. Hie und da war sie auch ein wenig teuer, besonders in der Schweiz glaubte sie, sie müsste immer etwas Neues haben. Egal, schlussendlich war es ein gutes Auto. Sie hat mit uns 200`000 km zurückgelegt und darf nun noch ein wenig in der Umgebung um 'Wels herumkurven. Ich hoffe, dass sie noch einige Km fahren kann, bevor sie in den Export muss oder sogar in die Presse.

Am Montag sollte dann das Ersatzwägelchen eintreffen.

Für mich war die Herausforderung, dass ich mit meinem Morbus nicht in jedes Auto einsteigen kann. Ich war schon etwas verblüfft, wie viele Autos ich NICHT schaffte. Besonders in SUV bekam ich meinen steifen Rücken nicht rein. Die Kleinstwagen waren Tür-technisch am besten. Limousinen, keine Chance. Egal. Wir brauchen kein grosses Auto mehr. So ein Kleinstwagen ist das richtige für uns. Auch in die Schweiz fahren zahlt sich eh nicht mehr aus. Mit der ÖBB und der Sparschiene fährt`s sich bequem und günstig. Das werden wir Ende August so machen.

Die Mondfinsternis...... Irgendwie war das komisch. Wir haben uns - mit vielen anderen - zur Sternwarte in Gmunden begeben um dieses Schauspiel anzusehen. Nur: wir sahen diesen "Blutmond" nicht. Er zeigte sich erst total bedeckt sehr spät über dem Traunstein. Rot war er auch nicht mehr, sondern er kam sehr hell und grell ganz langsam aus dem Schatten. Es war schon fast Mitternacht und wir sassen dann unten am See und beobachteten, wie er sich wieder in voller Grösse zeigte. Etwas enttäuscht war ich schon. Aber egal, es gibt soviel Bilder über dieses Ereignis, dass ich mir das auch so denken konnte. Voll war er auch schön :-)

Bild: spiegel.de

Freunde aus der Schweiz haben uns zu einem Kochkurs im Hotel Grünberg eingeladen. Das war doch eine super Idee. Nicht einfach einladen zu einem Essen, sondern zusehen, wie es zubereitet wird. Vierzehn Menschen hatten die selbe Idee und so saßen wir im Kochstudio von Frau Ingrid Pernkopf. Spannend und total interessant wurden wir von Sandra (Chefköchin im Grünberg) und von einem pensionierten Koch der Tourismusschule Altmünster in die Geheimnisse vom handgemachten Strudelteig, Schupfnudeln, Eierschwammerlsuppe, Fischnockerl an gemischtem Salat (Bild) eingeführt. Zum Nachtisch gab``s dann noch Topfenknödl und Salzburger Nockerln. Herrlich. Den Hauptgang - ein Lammragout -und die Nachspeisen durften wir auf der Terrasse genießen mit Blick auf den Traunsee. Ein wunderschöner Sonnenuntergang setzte der Inszenierung noch das I-Pünkten. An dieser Stelle sei unseren Freunden herzlich gedankt. .http://www.gruenberg.at/

Mit den Freunden aus der Schweiz haben wir natürlich auch noch einen schönen Ausflug ins Salzkammergut gemacht. Ein Traumtag - wie so viele diesen Sommer - brachte uns nach Bad Ischl, St. Gilgen am Wolfgangsee. Zurück zum Mondsee, Attersee über den Grasberg zurück nach Gmunden.

In Bad Ischl - die Damen machten einen Stadtbummel - und wir Männer verbrachten die Zeit bis dahin mit der Beobachtung der vielen Stadtbesucher, bei einem Aperitif. Gegessen haben wir in der Weinstube Altwenger.  https://www.restaurant-attwenger.at/ Es war sehr fein - serviert im wunderschönen Gastgarten - und auch noch sehr günstig. Ruhig und angenehm kühl. Anschließend fuhren wir nach St. Gilgen am Wolfgangsee. Ein hübscher Ort. Natürlich mit vielen Touris aus dem fernen Osten. Witzig war noch der Italienische  Markt. Die Wärme brachte den Parmesan arg ins Schwitzen. Aber für die chinesischen Touristen macht das wohl kein Unterschied - Markt ist Markt und Europa ist Europa :-) Am frühen Abend fuhren wir dann gemütlich zurück nach Gmunden. Es ist schön, wenn wir Freunden "unsere" Heimat zeigen dürfen und die hiesigen Schmankerln geniessen dürfen. In Gmunden haben wir dann am See noch Steckerfisch bzw. gebratene Forelle genossen. Ein schöner Tag.

 

Lichterfest 2018 in Gmunden.

Wie jedes Jahr im August ist das große Fest auf dem Rathausplatz und an der Promenade und es lockt tausende von Menschen an. Ich bin nicht mehr so recht dabei. Es hat mir zu viele Menschen und vor allem: Das wichtigste scheint Saufen und Fressen (entschuldigt: Essen und Trinken) zu sein. Jedes Jahr dasselbe. Für Vegetarier nicht zu empfehlen....:-) Drei Musikstile sind vertreten: Auf der Hauptbühne Rock und Pop, An der Promenade Volksmusik und Jazz. Dazwischen noch ein DJ. Schade ist einfach, alles ist so laut. Die Hälfte wäre auch gut. Es ist irgendwie komisch: Da sind viele Besucher - besonders auch Kinder - mit Ohrenschutz und sie hören trotzdem alles. Ist das noch Genuss?????? Oder bin ich einfach zu alt um das zu verstehen? Egal, es ist áuch traurig an solchen Festen - schon um 23.00 so viele junge Menschen (sehr Jung....) der maßen besoffen sind, dass sie fast nicht mehr stehen können. Die Zeiten haben sich geändert und mir kann es ja egal sein. Schön ist es aber trotzdem nicht......

Gut ist auch, dass wir so gute Fenster haben, die wirklich dicht halten und das ganze Gegröle, Gekreische und Brüllen nicht in unsere Wohnung lassen. So können wir doch noch in Ruhe daheim sitzen. Nun ist die "Festerei" auf dem Rathausplatz eh langsam vorbei. Jedes WE irgend eine - musikalisch laut unterstütze - Veranstaltung vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Am 1. September die große Brückeneröffnung und die Inbetriebnahme der Trambahn. Das dürfte dann das letzte laute sein. Nun, wenn die Stadtbehörden glauben, eine Stadt müsse immer eine Festhütte sein, dann ist das so. Die Stadtbewohner können ja ausziehen, wenn es ihnen nicht passt. Die Nachhaltigkeit und der "Stil" soll ja gewahrt werden.

 

Ich wünsche euch noch eine schöne Sommerzeit und bis bald

 

Felix

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