Wieder im "Blog"

Bad Mitterndorf mit Grimming

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Blogleserinnen

Liebe Blogleser

 

Lange ist´s her, dass ich einen Blog geschrieben habe. Ich war leer, glaubte keine relevanten oder interessanten Beiträge mehr schreiben zu können. Glaubte, mein Leben sei nur noch Langweilig und fad. Zwischenzeitlich habe ich wieder genug Motivation, meine Gedanken und meine Erlebnisse als Auswanderer in einem Gastland - Österreich - zu schreiben. 

Ich war der Ansicht, dass ich nur in Bad Mitterndorf, im Ausseerland wirkliche Erlebnisse hatte. Natürlich gab es da fast täglich etwas besonderes zu erzählen. Sei es mit den Behörden, der Gemeinde, mit Gästen oder mit Freunden, Dorftratsch etc. Es war ein anderes Leben als Hotelier, als hier in Gmunden - einer Kleinstadt am Traunsee - als Pensionist. 

Natürlich, meine Sicht der Dinge auf meine Zeit in Bad Mitterndorf  und dem "Silent-Hotel-Hubertus" (Jetzt Hotel "Lebensfreude") ist vielleicht etwas verklärt etwas entrückt. Es war nicht alles sooooo arg wie es damals war oder es war nicht sooooo schön wie ich es in Erinnerung habe. Eines ist mir aber inzwischen wirklich klar: Ich bereue keine Sekunde, dass ich diesen Schritt in die Selbständigkeit getan habe, keine Sekunde, dass ich in Österreich meine Zelte aufgeschlagen habe und keine Sekunde, dass ich die innere Stimme hörte, die mir sagte, dass ich die Wirtefachschule in Bern besuchen soll. Auch wenn das Hotel-Projekt scheiterte - warum auch immer - es war gut dass ich es machte. Das rede ich mir nicht ein, das weiss ich. Schon ist es fast vier Jahre her, dass ich mein Hotel verkaufen musste. Viel ist inzwischen wieder passiert - hauptsächlich gesundheitlicher Natur - und ich konnte mich langsam lösen, auch vom Vorwurf des "Versagens". An einem Punkt arbeite ich noch: Mein Vertrauen zu Banken und Steuerberatern ist nachhaltig gestört und wird es vermutlich bleiben bis ans Lebensende. Damit kann ich leben und die Banken / Steuerberater vermutlich auch...

Mich packt oft die Wut, wenn ich in der Zeitung lese, dass ein Betrieb eingegangen ist, weil die Bank den Kredit gekündigt hat, oder wenn ich lese, wieviel Gewinn sie wieder einstreichen oder ein Staat muss ein solches Institut "retten".....  Bei solchen Meldungen bekomme ich seltsame Gedanken :-(

Nun lebe ich aber in Gmunden als Pensionist und nach dem ersten Jahr dieser gewonnen Freiheit und dem "Erholen" von 45 Jahren Arbeit packt mich hie und da die Langeweile und ich sehne mich nach einer sinnvollen Beschäftigung. Mich sozial engagieren? Fehlanzeige, geht nicht. Hie und da Kellnern? Das tue ich, macht aber keinen Spass mehr. Einen kleinen Garten? Das wäre was, aber nicht zu finden.... Reisen? Sehr gerne, nur da setzen meine Rentenansprüche kleine Grenzen.... Dabei hätte ich jetzt genügend Zeit, Österreich kennen zu lernen, Deutschland, Polen, Estland und die skandinavischen Länder, Island, Schottland, Kanalinseln, Italien und Griechenland.... Leider beschränken sich meine Reisen mit dem TV, die ich aber immer gerne geniesse. Da rieche ich das Meer, die Winde die über die Ostsee fegen, den Fisch am Hafen oder die würzige Luft im bayrischen Wald, die moosige würzige Feuchte der Seenplatte oder die Urwälder im Harz. Ich schmecke die herrlichen Oliven oder den süffigen Wein, das zarte Olivenöl, die gschmackige Wurst, den frischen Fisch und was es für Schmankerln es überall zu kosten gibt. Dank meiner starken Vorstellungskraft bin ich dann immer bass erstaunt, wenn ich in meinem Fernsehstuhl "erwache". So reise ich um die ganze Welt und das ist so gut. 

Apropo Reisen: Ingrid fährt bald wieder in ihr geliebtes Nepal. Sie freut sich sehr, "ihre" Kinder und Frauen wieder zu sehen. Wie haben sie sich entwickelt, wie geht es ihnen? Sie mussten doch ein Erdbeben und Hochwasser über sich ergehen lassen. Was hat sich getan in diesem Land? Alle zwei Jahre fährt sie da hin - schon zum 5. Mal - und leistet einen vorbildlichen Sozialeinsatz. Sie arbeitet immer sehr fleissig für diesen Einsatz, damit sie das Geld zusammensparen kann für Flug, Unterkunft und Leben in Kathmandu. Dafür müssen die Volontäre / Volontärinnen selber  aufkommen. Alle Spenden die sie für dieses Projekt bekommt von lieben Menschen verwendet sie vor Ort um direkt zu helfen wo sie kann. Ich bewundere sie sehr dafür. Ich wünsche ihr schon jetzt viel Befriedigung und Freude zu ihrem Vorhaben und hoffe, dass sie wieder gesund und mit vielen neuen Eindrücken zurückkommt. 

Derweil werde ich mir mein Strohwittwer dasein einrichten. GsD bin ich ein Mann, der keine Probleme hat mit Alleinsein, mit Haushalt etc. Die Zeit vergeht eh immer sehr schnell. 

 

So, nun freue ich mich, wenn ich wieder viele "Blog-Freunde" finde oder die Verlorenen wieder gewinnen kann. 

 

Alles Liebe Felix

 

PS. Noch ein paar Fotos vom schönen Salzkammergut. 

 

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